Lindenholz

Alles über Lindenholz

Lindenholz

Linde ist ein hübscher prächtiger Laubbaum, der im Herbst seine Blätter verliert. Seine raschelnde herzförmige Blätter und das vielseitig einsetzbare Holz machen ihn zu einem der liebsten Bäumen der Deutschen. Linde ist das beliebteste Holz, das man zum Schnitzen verwendet. Lindenholz ist nämlich im Vergleich zu anderen Holzarten sehr weich, wodurch es leicht zu verarbeiten ist. Dies macht es zu einem idealen Holz für Anfänger. Die Bearbeitung von seiner Oberfläche bereitet keine größeren Schwierigkeiten und sein feinporiges, helles Holz eignet sich perfekt zum Beizen, Lasieren und Lackieren. Lindenholz verwendeten und verwenden immer noch auch die fortgeschrittenen Bildhauer, unter anderem um Sakralfiguren, Dekorationen für Holzschnitzaltäre usw. zu schaffen. Früher hieß sogar dieses Holz aus dem Lateinischen „linum sacrum“, also heiliges Holz.

Linde Holz

Das Holz von Linde hat einen hohen Proteingehalt und wird somit leicht von Schädlingen wie Nagekäfer, Hausbock also üblichen Holzfressern befallen. Andererseits ist dieses Holz ein hervorragender Rohstoff für die Herstellung hochwertiger (immer weniger produzierter) Holzwolle, hochwertiger Furniere für den Möbel- und Innenausbau sowie für Schnitzarbeiten für geschnitzte Elemente.

Linde ist kein besonders teures Holz. Sie können Angebote finden, bei denen man einen Kubikmeter dieses Holzes für knapp über 20 EUR verkauft. Wenn Sie nach diesem Holz greifen, lohnt es sich, seinen Zustand zu überprüfen, da man uns oft Holz mit Fäulnis anbietet, dessen wirklicher Wert deutlich geringer ist und sich sein Kauf als Geldverschwendung herausstellt. Lindenholz ist praktisch in jedem Baumarkt in Form von Brettern in verschiedenen Stärken problemlos erhältlich. Falls Sie nach Lindenholz zum Schnitzen suchen, dann fragen Sie nach einem Schnitzrohling. Diese kann man auch bequem in online Shops bestellen und bei großen Mengen noch günstiger kaufen.

Lindenholz
Linde Holz ist sehr wertvoll

Lindenholz Eigenschaften

Die Färbung der Linde ist gelblich-weiß, oft mit rötlichem Einschlag und von mattem Glanz. Das Holz an sich ist leicht spaltbar und wenig flexibel. Lindenholz ist in erster Linie Weichholz, das sich daher leicht bearbeiten lässt. Sie können diese Holzart perfekt schnitzen. Die Stämme des Baumes sind normalerweise gerade, sodass Sie große Stücke aus geradem Holz herstellen können. Die meisten Schnitzarbeiten kann man mit einem Meißel durchführen. Für die Bearbeitung können Sie auch filigrane Schleifscheiben verwenden, die auf Lindenholz hervorragend funktionieren. Die Farbe der Linde ist zart, hell, daher eignet sie sich ausgezeichnet zum Färben, was die Farbe leicht verändern kann. Es ist, wie bereits erwähnt, ein weiches Holz und daher nicht sehr langlebig. Die Anfälligkeit für Pilze und Schimmel verschlechtert die Haltbarkeit von Lindenholz zusätzlich. Sein Nutzen im Bauwesen ist daher geringfügig. Beim Schnitzen verwendet man es viel häufiger, was zur Ausführung präziser Lindenreliefs führt. Lindenholz ist nicht witterungsbeständig und ist daher nicht empfehlenswert es im Freien zu nutzen. Bei wechselnden Witterungsbedingungen und unter Wassereinfluss ist seine Haltbarkeit seines gering. Daher ist das Lindenholz als Baumaterial für den Außenbereich nicht geeignet.

Erwähnenswert ist hier auch, dass die Breitblättrige Linde auch für ihre heilenden Eigenschaften bekannt ist und als ein hervorragendes Kräuterheilmittel dienen kann. Bereits in den Herbarien des 16. Jahrhunderts hat man den Aufguss der Lindenblüte als fiebersenkendes Heilmittel bei Erkältung und Grippe empfohlen.

Linde Holzart

Lindenholz gewinnt man unter anderem aus gewonnen von der Winterlinde (Tilia cordata auch Kleinblättrige Linde genannt), der Sommerlinde (Tilia platyphyllos auch Großblättrige Linde und Breitblättrige genannt), der Silberlinde (Tilia tomentosa) und der Krimlinde (Tilia euchlora), die in Europa und im Westasien vorkommen und die amerikanische Linde (Tilia americana), die im östlichen Teil Nordamerikas vorkommt. Linde ist ein Baum, der zu einer Gruppe von etwa 20 Arten mit ähnlichen Eigenschaften gehört. Die beliebtesten Lindenarten sind: Winterlinde und Sommerlinde. Alle beide finden wir in unserem Land, beide Arten ergeben Holz mit ähnlichen Eigenschaften, sie unterscheiden sich nur an Biegsamkeit. Daneben gibt es noch etwa ein Dutzend andere Lindenarten, die jedoch bei uns nicht vorkommen. Im Allgemeinen sind Linden in ganz Europa bekannt. In unserem Land und in Skandinavien sind es hauptsächlich Winterlinden, während es in Südeuropa hauptsächlich Sommerlinden sind. Linden sind langlebig und können nach etwa 350 Jahren eine Höhe von 45 Metern und eine Stammbreite von 2 Metern erreichen.

Linde Holz
Aus Lindenholz entstehen schöne Holzschnitzen

Lindenholz Brennwert

Brennholz soll sich durch eine optimale Feuchtigkeit und einen hohen Heizwert auszeichnen. Am besten eignet sich abgelagertes Holz, d. h. Holz, das man mindestens mehrere Monate in einem Holzschuppen, unter einem Dach oder in einem sehr gut belüfteten Hauswirtschaftsraum lagerte. Die beste Zeit, um Brennholz zu kaufen, ist im Winter und im frühen Frühling, also von März bis April. Das Holz ist dann zu einem guten, erschwinglichen Preis, es ist am wertvollsten und enthält weniger Saft. Sie können Holz auch im Sommer kaufen, aber dann ist der Preis deutlich höher. Das Prinzip ist ganz einfach, je näher die Heizperiode rückt, desto mehr steigt der Preis von Holz oder anderen Brennstoffen. Holz, das im Winter oder Frühjahr gekauft wurde, kann mehrere Monate liegen bleiben und die richtigen Feuchtigkeitsparameter erreichen, wenn man es richtig lagert und trocknet. So erhält das Holz ideale Eigenschaften und ist in der Heizperiode ein geeignetes Brennstoffmaterial, sowohl in einem Kamin als auch in einem Ofen, der zum Verbrennen von Holz bestimmt ist.

Lindenholz ist von außerordentlicher Bedeutung für Kultur und Kunst, aber weniger für Heizzwecke aufgrund seines geringen Heizwerts. Beim Brennen behält es keine gleichmäßige Flamme, schießt bei der Verbrennung und hat schlechte Heizeigenschaften im Vergleich zu Nadelholzarten.

Lindenholz Möbel

In der Vergangenheit nutzte man Linde oft zur Herstellung von Wiegen für Babys, da man glaubte, dass der Geruch, die Textur und die Wärme des Holzes die Schreie eines Babys lindern würden. Bis heute sagt man dem Lindenholz eine beruhigende Wirkung nach.

Der Gebrauchswert und die kommerzielle Bedeutung dieser Holzart sind jedoch begrenzt. Was die Verwendung von Lindenholz betrifft, so eignet es sich perfekt für die Herstellung von filigranen Holzprodukten, von Streichhölzern, Faserplatten, Zeicheninstrumenten, Ladenschachteln und in der Zellstoffindustrie bei der Papierherstellung. Im Möbelbereich kann man es bei der Gestaltung von zartem Sperrholz nutzen, das man nicht überlastet und keinen ungünstigen Bedingungen aussetzt. Das Lindenholz erfüllt seinen Zweck somit bei Möbelstücken, Spielzeugen, dekorativen Furnieren, Lamellen für Jalousien und anderen Kleinteilen.

Lindenholz Eigenschaften
Lindenholz eignet sich für die Herstellung von Musikinstrumenten

Außerdem nutzt man Lindenholz zur Herstellung von Musikinstrumenten, insbesondere von Blasinstrumenten wie Flöten, Klarinetten und Orgelpfeifen. Schließlich ist es ein hervorragendes Material für die Herstellung von Holzwolle als Verpackungs-, Dekorations-, Dämm- und Akustikmaterial sowie zur Wärmedämmung von Gebäuden und zur Fertigung von Dämm- und Bauplatten verwendet. Zusammenfassend kann man sagen, dass das schlichte Lindenholz in sehr vielen Verwendungsbereichen hoch geschätzt ist. Vor allem da, wo man ein ausgesprochen leichtes, sauber zu bearbeitendes oder gut zu färbendes Holz braucht.