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Carport aus Holz: Preise, Holzarten und Maße

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Ein Carport aus Holz kostet als Bausatz meist zwischen 1 500 und 5 000 Euro, mit fachgerechter Montage zwischen 3 000 und 10 000 Euro. Er ist damit deutlich günstiger als eine gemauerte Garage und in wenigen Tagen aufgestellt. Dieser Ratgeber zeigt, was ein Holzcarport wirklich kostet, welches Holz sich eignet, welche Maße für ein oder zwei Fahrzeuge nötig sind und wann eine Baugenehmigung verlangt wird.

Was kostet ein Carport aus Holz?

Der Preis hängt an drei Größen: Anzahl der Stellplätze, Dachform und ob Sie selbst aufbauen oder aufbauen lassen. Die folgenden Spannen sind Marktwerte für 2026.

Ausführungals Bausatzmit Montage
Einzelcarport, Flachdachab ca. 1 500 €4 500 – 9 000 €
Einzelcarport, Satteldach oder mit Abstellraum3 000 – 6 000 €bis ca. 10 000 €
Doppelcarport3 500 – 12 000 €7 000 – 18 000 €

Sehr günstige Angebote unter 1 000 Euro gibt es, sie betreffen aber meist schmale Konstruktionen aus dünnen Kanthölzern ohne Dacheindeckung. Nicht im Preis enthalten sind in der Regel: Fundament, Entsorgung des Aushubs, Dachentwässerung und der Elektroanschluss, falls Licht oder eine Wallbox geplant sind. Diese Positionen zusammen erreichen schnell den halben Bausatzpreis, deshalb lohnt es sich, danach ausdrücklich zu fragen.

Welches Holz eignet sich für einen Carport?

Ein Carport steht dauerhaft im Freien, ohne Wände, die vor Schlagregen schützen. Entscheidend sind deshalb Witterungsbeständigkeit und die Art des Holzschutzes.

HolzEigenschaftenPreisniveau
Kiefer, kesseldruckimprägniertStandard bei Bausätzen, dauerhaft geschützt, grünlicher Farbtongünstig
Fichte, imprägniertleicht, preiswert, braucht regelmäßige Nachbehandlunggünstig
Lärchevon Natur aus harzreich und widerstandsfähig, vergraut edelmittel
Douglasiestabil und witterungsfest, auch unbehandelt langlebigmittel bis gehoben
Eichesehr dauerhaft und schwer, meist für Sichtkonstruktionenhoch

Bei imprägnierter Kiefer ist die Kesseldruckimprägnierung entscheidend – eine bloß gestrichene Oberfläche reicht für tragende Pfosten im Erdkontakt nicht. Lärche und Douglasie kommen ohne chemischen Schutz aus, vergrauen aber mit den Jahren silbrig. Wer das nicht möchte, muss regelmäßig ölen. Mehr zu den Unterschieden steht im Bereich Holzarten, zur Nachbehandlung im Bereich Holzpflege und Schutz.

Welche Maße braucht ein Carport?

Für einen Kleinwagen genügen 2,50 Meter Breite, komfortabel sind 3,00 bis 3,50 Meter – dann lässt sich die Fahrertür öffnen, ohne an den Pfosten zu stoßen. Die übliche Länge liegt bei 5,00 bis 6,00 Metern; wer einen Kombi oder Transporter unterstellt, plant besser 6,00 Meter. Beim Doppelcarport sind 6,00 Meter Breite das Minimum, angenehm sind 6,50.

Die Durchfahrtshöhe wird häufig unterschätzt. 2,20 Meter reichen für die meisten PKW, aber nicht für Fahrzeuge mit Dachbox oder Dachträger. Wer ein SUV oder einen Kastenwagen fährt, sollte 2,50 Meter einplanen. Die Höhe lässt sich nachträglich nicht ändern – die Breite durch Versetzen der Pfosten schon eher.

Braucht ein Carport eine Baugenehmigung?

Das hängt vom Bundesland ab. In vielen Landesbauordnungen sind Carports bis zu einer bestimmten Grundfläche und Höhe verfahrensfrei, üblich sind Grenzen um 30 Quadratmeter Fläche und 3 Meter Höhe – aber die Werte unterscheiden sich von Land zu Land deutlich. Unabhängig davon können ein Bebauungsplan, die Abstandsfläche zur Grundstücksgrenze oder Gestaltungssatzungen eigene Vorgaben machen.

Eine kurze Anfrage beim örtlichen Bauamt vor der Bestellung kostet nichts. Fragen Sie dabei gleich nach dem zulässigen Abstand zur Nachbargrenze – das ist bei Carports der häufigste Streitpunkt, weil viele direkt an der Grenze gebaut werden sollen.

Selbst aufbauen oder aufbauen lassen?

Ein Bausatz für einen Einzelcarport ist zu zweit an einem Wochenende zu schaffen, wenn das Fundament vorbereitet ist. Genau dort liegt der eigentliche Aufwand: Punktfundamente müssen frostfrei gegründet werden, also rund 80 Zentimeter tief, und exakt fluchten. Ist der Untergrund schief, bekommt man die Konstruktion später nicht mehr gerade.

Die Montage durch eine Fachfirma kostet je nach Größe zwischen 1 500 und 6 000 Euro zusätzlich, umfasst dann aber Fundament, Aufbau und Dacheindeckung. Für Doppelcarports und für Dachformen mit Neigung ist das meist die vernünftigere Lösung – dort sind Statik und Entwässerung anspruchsvoller als beim einfachen Flachdach.

Häufige Fragen zum Carport aus Holz

Was kostet ein Carport aus Holz?

Ein Einzelcarport mit Flachdach kostet als Bausatz ab etwa 1 500 Euro, mit Montage 4 500 bis 9 000 Euro. Ein Doppelcarport liegt als Bausatz zwischen 3 500 und 12 000 Euro, mit Aufbau bei 7 000 bis 18 000 Euro. Fundament, Entwässerung und Elektroanschluss sind meist nicht enthalten.

Welches Holz eignet sich für einen Carport?

Standard bei Bausätzen ist kesseldruckimprägnierte Kiefer. Lärche und Douglasie sind von Natur aus witterungsbeständig und kommen ohne chemischen Schutz aus, vergrauen aber mit den Jahren. Eiche ist am dauerhaftesten, aber deutlich teurer.

Welche Maße sollte ein Carport haben?

Für ein Fahrzeug sind 3,00 bis 3,50 Meter Breite und 5,00 bis 6,00 Meter Länge komfortabel, beim Doppelcarport mindestens 6,00 Meter Breite. Die Durchfahrtshöhe sollte 2,20 Meter betragen, bei SUV oder Dachbox besser 2,50 Meter.

Braucht ein Carport eine Baugenehmigung?

In vielen Bundesländern sind Carports bis etwa 30 Quadratmeter Fläche und 3 Meter Höhe verfahrensfrei, die Grenzen unterscheiden sich aber deutlich. Maßgeblich ist die Landesbauordnung, dazu können Bebauungsplan und Abstandsflächen eigene Vorgaben enthalten.